Während der Lokalmarkenzeit gab es zwei Klassen von Einschreibbriefen:

Bei der ersten Sorte wurde der R-Stempel direkt auf der Briefhülle abgeschlagen.

Die R-Nummer wurde anschließend handschriftlich eingesetzt. Von dieser Sorte existieren zeitechte Sammlerbriefe, aber bis heute konnte niemand einen Zusammenhang zwischen R-Nummer und Datum erkennen. Stattdessen bevorzugt jeder Absender von Sammlerbriefen seine eigenen R-Nummern.

Für Bedarfspost wurden immer R-Zettel mit fortlaufender Nummer von 001 bis 999 verwendet. R-Belege, bei denen R-Nummer und Stempeldatum zusammen passen, sind wichtig, wenn geklärt werden soll, wann erstmals Marken mit kleinen Wertziffern verkauft wurden oder wie die zeitliche Reihenfolge der einzelnen Ausgaben tatsächlich war.

Serie mit R-Zettel-Provisorien

Für die erste Tausenderserie kamen selbstgefertigte R-Zettel-Provisorien zum Einsatz. Momentan bekannt sind etwa 80 Belege von Nr. 127 am 14.9.45 bis Nummer 990 am 31.10.45. Ein Teil der Zettel hat zusätzlich ein handschriftliches Signum "mo" des Postmeisters Franz Massino.

Für alle nachfolgenden Serien wurden Blanko-R-Zettel verwendet. In die Lokalausgabenzeit fallen drei Tausenderserien:

erste Serie mit Blanko-R-Zetteln vom 2.11.-3.12.45

zweite Serie mit Blanko-R-Zetteln vom 4.12.-31.12.45

dritte Serie mit Blanko-R-Zetteln vom 3.1.-17.1.46

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